Münster: Koordinator/-innen des Peer-Projektes an Fahrschulen aus Berlin, Brandenburg, Hessen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen trafen sich, um Arbeitsergebnisse auszutauschen und Eckpunkte und konkrete Arbeitsschritte einer zukünftig engeren Kooperation zu vereinbaren.

In dem Projekt engagieren sich junge Menschen, die selbst zur Gruppe der Fahranfängerinnen und Fahranfänger gehören als sogenannte Peers. Zielsetzung ist es junge Fahranfängerinnen und Fahranfänger rechtzeitig, nämlich vor Erwerb des Führerscheins, über die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr aufzuklären. In Form einer geleiteten Kurzintervention richtet sich das Angebot direkt und vor Ort in der Fahrschule der Fahrschülerinnen und Fahrschüler.

Die Koordinatorinnen und Koordinatoren der PEER-Projekte an Fahrschulen in verschiedenen Regionen Deutschlands kamen im April in Münster zusammen, um über die Zukunft des bundesweiten Projektes zu diskutieren.

Mehr als 250 Peers erreichen jedes Jahr, in über 800 Einsätzen über 8.000 Fahrschülerinnen und Fahrschüler. Im Hinblick auf die Schnittstelle der Suchtprävention und Verkehrssicherheit ist dies deutschlandweit einzigartig.

Die Beteiligten waren sich einig, die Qualität des vom An-Institut MISTEL der Hochschule Magdeburg-Stendal entwickelten Projektes, zukünftig gemeinsam sicherzustellen.  Für die Entwicklung gemeinsamer Qualitätsstandards, einen kontinuierlichen fachlichen Austausch und die Verbreitung des Ansatzes wurde deshalb die „Interessengemeinschaft PPF“ gegründet.

Weitere Schritte, die vereinbart wurden, sind u.a. die Verständigung auf eine „Corporate Identity“, die Neugestaltung der zentralen Internetpräsenz und die Zusammenführung bislang vereinzelter „Social-Media“-Aktivitäten. Auch die methodische Weiterentwicklung des Projektes mit Blick auf aktuelle Entwicklungen in der Verkehrssicherheit, z.B. die Ablenkung von jungen Fahrerinnen und Fahrern durch die Smartphone-Benutzung am Steuer, wird in den Blick genommen.